Rhein-Neckar-Kreis: Zentrale Netzwerklösung für Kreisschulen

Rhein-Neckar-Kreis: paedML Novell für 17 Schulen?

Das Amt für Informationstechnik in Heidelberg sucht derzeit im Auftrag des Rhein-Neckar-Kreises nach einer geeigneten Netzwerklösung für 17 Schulen des Kreises, die zentral über ein Rechenzentrum administriert und gewartet werden sollen. Damit verfolgt der Kreis schlanke und wirtschaftliche Prozesse mit einem möglichst geringen Supportaufwand. Am 22. Juni 2018 stellten mehrere Bewerber ihre IT-Schullösungen vor, darunter auch das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ).

Alfred Wackler und Holger Dzeik (LMZ) waren der Einladung des Landratsamtes gefolgt, um die pädagogische Musterlösung für schulische Computernetze (paedML) auf Basis von Novell zu präsentieren. In diesem Kontext erläuterten sie auch das umfangreiche Support-Paket des LMZ, das bei vielen paedML-Schulen eine sehr hohe Akzeptanz erfährt. Unter den Zuhörern waren Vertreter des Kreises und der Schulen, sowie schulische Netzwerkbetreuer/-innen.

Besonderheit der paedML Novell: Mehrschulfähigkeit

Das LMZ hatte sich bei der Vorstellung ihrer Lösungen für die paedML Novell entschieden, weil diese Produktlinie mehrschulfähig ist und damit eine zentrale Anforderung erfüllt: Die Novell-Musterlösung kann in einem Schulzentrum und im Verbund mehrerer Schulen als Campuslösung eingesetzt werden.
Im kommenden Schuljahr sollen im Rhein-Neckar-Kreis 17 Schulen, darunter gewerbliche, kaufmännische und hauswirtschaftliche Schulen, sowie Bildungs- und Beratungszentren, sukzessive mit einem neuen Computernetz und einer IT-Schullösung ausgestattet werden. Dabei handelt es sich insgesamt um zirka 3.500 Clients und 12.000 Benutzer/-innen.

Verlässlich und stabil auch bei über 1000 Clients

Die paedML Novell wird insbesondere in großen Schulen geschätzt, weil die Netzwerklösung auch mit vielen Hunderten Clients äußerst stabil und verlässlich funktioniert. Das bestätigte die jüngste Kundenumfrage unter schulischen Netzwerkbetreuern im Jahr 2017, die das LMZ in Auftrag gegeben hatte. In Baden-Württemberg nutzen derzeit 333 Schulen mit etwa 55.000 Clients die paedML Novell. Darunter befinden sich Städte wie Böblingen und Ellwangen, die alle ihre paedML-Schulen über ein zentrales Rechenzentrum administrieren.

Skalierbarkeit: Viele oder wenig Server? Die Schule entscheidet!

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In ihrem Vortrag erklärten A. Wackler und Holger Dzeik die Vorteile der modular aufgebauten Server Architektur – sie kann nach Wunsch der Schule additiv zusammengestellt werden: GServer und ZServer plus Firewall sind zwingend notwendig. Damit sind wichtige Anforderungen wie Software- und Clientmanagement, Datei- und Druckdienste, Benutzermanagement, Mail und Groupware erfüllt. Optional wählbar sind Filr (private Cloud), Vibe (Teamarbeit) und Mobility Services (Nutzung von Tablets).

„Jede Schule hat ihren eigenen Bereich auf dem Dateisystem, in der Benutzerdatenbank (eDirectory) und der Softwareverwaltung (inkl. Imaging)“, erklärte A. Wackler in seinem Vortrag. Ebenfalls sei sichergestellt, dass die Benutzer /-innen einer Schule keine Berechtigungen bei den anderen Schulen (eines Verbundes) besitzen. „Jede Schule kann, wenn sie das möchte, sich selbst verwalten, Software installieren, Clients einrichten und Benutzer anlegen. Schulen, die sich von diesen Jobs entlasten möchten, können die Client-Verwaltung und Softwareverteilung auch an eine zentrale Stelle auslagern".

Unterrichtspraxis ist entscheidend

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Auf Wunsch der Zuhörerschaft gingen die beiden Referenten insbesondere auf praktische Fragen zum Unterrichtsalltag ein und erklärten, wie Lehrkräfte die Schulkonsole nutzen können. Durch das breite Spektrum an Steuerungs-, Sperr- und Kollaborationsfunktionen gestaltet sich die schulische Medienarbeit flexibel und vielfältig. Mit Novell Vibe bietet die paedML außerdem eine Plattform für Lehrkräfte mit Features zur Teamarbeit (Projektemanagement, digitales Notizbuch, schwarzes Brett, Wiki, Forum, Chat und Messenger). Über ein sicheres File-Sharing können Dateien im "Filr" - in einer Art Dropbox (private Cloud) - gespeichert mit anderen geteilt werden. Mit ZENworks Configuration Management (ZCM) lassen sich auch mobile Geräte im Schulnetz einbinden und verwalten.

Das Publikum zeigte sich sehr interessiert und nutzte im Anschluss die Möglichkeit zu einer einstündigen Fragerunde.

 

Das „Unterrichten mit der paedML“ gehörte zum Schwerpunktthema, ebenso Fragen zur Softwareverteilung und zum Zugriff auf Dateien von Zuhause. Erstaunlicherweise war das Interesse am Mobile Device Management mit der Nutzung von Tablets eher gering. Es bleibt abzuwarten, welchen Stellenwert mobile Geräte künftig in der Schule haben. Die Novell-Lösung bringt jedenfalls die entsprechenden Voraussetzungen mit.

Bis Ende des Schuljahres soll eine vorläufige Entscheidung durch den Rhein-Neckar-Kreis fallen, dann startet zeitnah eine Pilotphase, um die gewählte IT-Lösung in der Schulpraxis zu testen. Anschließend soll der zentrale Support ausgeschrieben werden.