WLAN

Frau mit Laptop
Bild: Pixabay, Lizenz: CC0

Die Anforderungen an eine professionelle WLAN-Infrastruktur unterscheiden sich stark von den Anforderungen an ein WLAN zu Hause. Dies muss bei der Beschaffung und Einrichtung von Hardware an Schulen berücksichtigt werden. Ein WLAN ist eine Erweiterung der bestehenden schulischen IT-Infrastruktur, die im Gegensatz zum Kabelnetz, einige Besonderheiten aufweist, auf die geachtet werden muss.


Die Einrichtung von WLAN ist abhängig von verschiedenen Faktoren:

  1. Pädagogisches Konzept – wie soll im Schulnetz gearbeitet werden?
  2. Räumliche Bedingungen – Wie viele Geräte sollen in welchen Räumen der Schule genutzt werden?
  3. Quantität des Zugriffs – Sollen einzelne Geräte oder ganze Klassenverbände gleichzeitig auf das WLAN zugreifen?
  4. Auf welche Infrastruktur wird das WLAN aufgesetzt? – Ist eine strukturierte Verkabelung in dem Raum, in dem WLAN zur Verfügung gestellt werden soll, vorhanden? Wie schnell ist die Anbindung an das Schulnetz?

Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) stellt einen WLAN-Koffer zum Ausprobieren zur Verfügung, der über das örtliche Medienzentrum zeitweise ausgeliehen werden kann. Damit kann ein WLAN-System vor einer Anschaffung an der Schule getestet werden.


Im Rahmen des Tablet-Projekts des Landesmedienzentrums mit Windows-Tablets ergaben sich auch wichtige Erkenntnisse zum Thema WLAN. Daher bieten die medienpädagogischen Berater/-innen eine spezielle Beratung zu diesem Thema an.

Rechtliche Aspekte

  • Die Schule muss sich als Betreiberin absichern gegen urheberrechtlichen, jugendschutzrechtlichen und strafrechtlichen Missbrauch des Zugangs (sogenannte Störerhaftung). Die paedML des LMZ bringt bereits eine Filtersoftware mit, die mindestens den jugendschutzrechtlichen Bereich absichert.
  • Es sollten daher Nutzungsvereinbarungen abgeschlossen werden. Dafür gibt es bereits verschiedene Beispiele.
  • Die Nutzerinnen und Nutzer sollten sich im jeweiligen WLAN authentifizieren müssen. Dies ist beim Einsatz einer paedML bereits gewährleistet.

Strahlenbelastung

Immer wieder flammt die Diskussion über eine Strahlenbelastung durch WLAN-Netze auf. Hierzu gibt das LMZ die Informationen des Bundesamtes für Strahlenschutz wieder: „Bei Einhaltung der empfohlenen Höchstwerte sind nach derzeitiger Kenntnis keine gesundheitlich nachteiligen Wirkungen auf Körpergewebe nachgewiesen“. [1]

  • Die Strahlenbelastung durch WLAN ist signifikant geringer als durch Mobilfunknetze.
  • Die Höchstwerte werden in Schulen unterschritten beziehungsweise mindestens eingehalten.

Dennoch: Grundsätzlich gilt, je geringer die Strahlenbelastung, desto besser. Deshalb empfiehlt das LMZ nicht nur, die Strahlenbelastung durch Handys zu minimieren sondern auch ein WLAN-Netz so aufzubauen, dass die Strahlenbelastung so gering als möglich ist. Dies ist schon mit einigen wenigen Maßnahmen möglich:

  • Das LMZ empfiehlt den Schulen eine strukturierte Verkabelung mit einer Datendose in jedem Klassenraum.
  • Je nach pädagogischer Erfordernis kann dann ein interner Access-Point angeschlossen werden oder eine feste Verkabelung. In jedem Fall reduziert sich die Datenintensität deutlich, wenn nicht dicke Zimmerwände überwunden werden müssen.
  • Der Access-Point sollte ausgeschaltet werden (können), wenn das Internet nicht benötigt wird.

Mehr zum Thema WLAN finden Sie hier.

Quelle

[1] Bundesamt für Strahlenschutz (Hrsg.): Infoblatt Sprach- und Datenübertragung per Funk: Bluetooth und WLAN. Salzgitter 2012, S. 2. [zurück]

Kontakt

Rene  Belmega

Telefon: 0711 2850-748

E-Mail: belmega@lmz-bw.de