Medienentwicklungsplan

Tablets auf der Fensterbank
Bild: Martin Voltri, Lizenz: CC BY

Um Medienkompetenz vermitteln zu können, benötigen Schulen neben medienkompetenten Lehrkräften unter anderem eine leistungsfähige Internetanbindung, ein schulisches Netzwerk, technische Infrastruktur und Ausstattung. Damit die Technik auf die pädagogischen Vorstellungen und Erfordernisse einer Schule ausgerichtet werden kann, ist eine systematische Planung unter Einbeziehung aller am Schulleben Beteiligter und des Schulträgers erforderlich. Nur wenn sich alle Beteiligten rechtzeitig zusammensetzen und die finanziellen Möglichkeiten des Schulträgers mit den pädagogischen Wünschen und Erfordernissen der Schule und ihrer Lehrkräfte in Übereinstimmung bringen, wird der Schulträger die Gewissheit haben, dass seine Investitionen in die mediale Ausstattung der Schule auch zur Unterstützung eines zeitgemäßen Unterrichtes führen.  

 

Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) hat dafür den sogenannten Medienentwicklungsplan (MEP-Online) erarbeitet, der Schulen und Schulträger auf dem Weg zur Verankerung der Medienbildung in Schule und Unterricht unterstützt und begleitet. Dieser Medienentwicklungsplan ermöglicht Schulen und Schulträgern eine strukturierte Vorgehensweise in acht Modulen hin zu einem passgenauen Medienbildungskonzept inklusive der dazugehörenden IT-Infrastruktur und Technik.

 

Speziell für Grundschulen hat das LMZ im Rahmen des Projektes Medienbildung in der Grundschule eine Handreichung entwickelt, die interessierten Grundschulen Anregungen für den Prozess der Medienentwicklungsplanung gibt. Sie ergänzt das Angebot des Medienentwicklungsplans des LMZ und enthält speziell an den Bedürfnissen von Grundschulen ausgerichtete Materialien und Anregungen, die am LMZ und an den Projektschulen entwickelt wurden. 

Schuleigenes Jugendmedienschutzcurriculum

Für Schulen, die ihren Schwerpunkt auf den Jugendmedienschutz legen möchten (= Lernen über Medien), empfiehlt das LMZ daher die Erstellung eines Jugendmedienschutzcurriculums. Dieses ist Grundlage der Jugendmedienschutzarbeit und gleichzeitig Ausdruck für ein gemeinsames Verständnis des Lernens über Medien zwischen Schulleitung, Lehrerkollegium, Eltern und Schüler/-innen. Es dient dazu, den Jugendmedienschutz spiralcurricular und systematisch in der Schulrealität zu verankern, und zwar angepasst an die spezifischen Rahmenbedingungen und Erfordernisse der jeweiligen Schule. Für die Entwicklung eines schuleigenen Jugendmedienschutzcurriculums unterstützt das LMZ Schulen in Form eines Entwicklungsplans und durch umfangreiche Beratung. Zudem bietet das LMZ inhaltliche Unterstützung in Form von Beiträgen zu den Bereichen Cybermobbing, Computerspiele, Soziale Netzwerke, Einkaufen/Werbung, Pornografie, Rechtsextremismus, Fernsehen und Datenschutz. Im medienpädagogischen Blog des LMZ werden zudem stets aktuelle und brisante Themen aufgegriffen.

Kontakt

Jürgen Wingert

Telefon: 0721 8808-37

E-Mail: wingert@lmz-bw.de