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05.06.2018 | Ina Mangold

Spielbar.de: Was spielen Ihre Kinder?

Nicht nur Handygames sind eine beliebte Freizeitbeschäftigung in jedem Alter. Spielbar.de hilft Eltern die Gamingwelt zu verstehen. Bild: Bild: Unsplash.com, Lizenz: CC0

Hypes um Computerspiele lassen Eltern immer wieder ratlos dastehen. Fortnite war der letzte Trend, aber was spielen Kinder und Jugendliche hier genau? Spielbar.de hilft: Die Website erklärt und bewertet Computerspiele nach medienpädagogischen Aspekten.

Was bietet die Website?

Die Website ist ein Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung und soll allen Eltern und pädagogischen Verantwortlichen den Überblick über die Gaming-Welt erleichtern. Computerspiele und Spielekonsolen sind eine beliebte Freizeitbeschäftigung – doch bei dem großen Angebot an unterschiedlichen Spielmodi, -arten und Altersbeschränkungen ist ein Spiel, ohne es selber gespielt zu haben, oft schwer einordbar. Hierbei hilft die Website: Durch Bewertungen vieler unterschiedlicher Spiele sowie weiteren Informationen rund um Games im Alltag wird allen Interessierten Unterstützung beim Verstehen der Gamingwelt geboten.

 

Bewertet werden die Spiele von der Redaktion der Website: Die Redakteure haben zum Großteil einen pädagogischen Hintergrund, teils aber auch wissenschaftliche Fächer im Literatur- und Politikbereich studiert oder kommen direkt vom Fach. Gemeinsam teilen sie ihr privates Interesse an den unterschiedlichsten Spielen.  

Wie werden Spiele bewertet?

Am Ende jedes Artikels gibt der Autor eine pädagogische Beurteilung. Bild: Screenshot Spielbar.de

Die Redakteure beschreiben das Spiel zu Beginn einer Bewertung erst einmal objektiv. Genre, Herausgeber, Plattform, Erscheinungsdatum und die offiziell gegebene Altersbeschränkung werden aufgeführt. Darauf folgt direkt die erste Bewertung des Spiels, denn die spielbar-Redaktion gibt ihre Einschätzung der Altersbeschränkung des Spiels an.

 

Anschließend werden die Geschichte und der Spielverlauf beschrieben. Gerade für Leserinnen und Leser, die sich nicht mit dem jeweiligen Spiel auskennen, ist das hilfreich, denn auch der Spielmodus sowie Besonderheiten des Spiels werden simpel erläutert. Durch Screenshots kann man sich ein Bild von den Grafiken des Spiels machen, was einen besseren Überblick über den jeweiligen Realitätsgrad gibt.

 

Am Ende jeder Beschreibung folgt gelb hinterlegt die pädagogische Beurteilung der jeweiligen Autorinnen und Autoren. Je nach Verfasser fällt die Bewertung mal kürzer oder länger aus. Was immer bewertet wird ist der geschätzte Zeitaufwand beim Spielen und welche Kompetenzen, aber auch welche Eigenschaften die Spieler/-innen benötigen. Hieran können sich Eltern bei der persönlichen Bewertung eines Spiels orientieren.

Weitere Angebote

Teils gibt es auch direkte Spielbewertungen von Kindern und Jugendlichen, die unter pädagogischer Aufsicht Spiele testen. Spielbar.de hat hierbei ein pädagogisches Konzept zur Leitung von Spieletester-Gruppen erstellt, Pilotprojekt sind die ZilleZocker der Zille-Grundschule Berlin. Dabei lernen die Kinder nicht nur eine Spielbewertung zu schreiben, sondern reflektieren das eigene Spielverhalten und eignen sich Medienwissen an. Nachmachen ist erwünscht, es kann auch eine Handreichung heruntergeladen werden.

 

Möchte man gezielt nach geeigneten Spielen für bestimmte Altersklassen suchen, kann man die erweiterte Suche nutzen. Diese findet man, wenn man die Suche einmal ausführt, das geht auch ohne eingegebenen Suchbegriff. Hier lässt sich dann nach den USK-Kennzeichnungen, der spielbar-Alterskennzeichnung sowie Plattform und Genre filtern.

 

Für Leserinnen und Leser, die sich noch allgemein in die Thematik einlesen möchten, werden Hintergrundinformationen zum Computerspiel und Ratgeber unter Anderem zum Umgang im Alltag, Spielauswahl oder Spieldauer gegeben. Ebenso gibt es Fachartikel zu aktuellen Trends und Forschungsthemen sowie Berichte zu Workshops und Veranstaltungen.

Fazit

Um einen Überblick über die Lieblingsspiele von Kindern und Jugendlichen zu erhalten eignet sich die Seite sehr gut. Auch die Altersempfehlung der Spielbar-Redaktion kann für Eltern und Pädagogen hilfreich sein. Lediglich bei den jüngeren Spieletestern, wie bei den ZilleZockern oder jugendlichen Testern fallen die Bewertungen oft sehr kurz aus – aber durch die Art der Spiele und die vorherige Bewertung bekommt man bereits einen guten Überblick.

 

Trotz guter Bewertungen und scheinbarer Eignung eines Spiels für Kinder und Jugendliche sollten Eltern das Spieleerlebnis ihrer Kinder betreuen und auf einen sinnvollen Umgang achten. Nur so können sich Kinder einen geeigneten Umgang mit dem Medium aneignen.

 

Mehr Infos zum rund um Computerspiele finden Sie hier.

Außerschulische Pädagogik, Computerspiele, Eltern, Jugendmedienschutz

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