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Eindrücke vom Medienkompetenztag des Stadtmedienzentrums Stuttgart, 22.11.2017

„Digitale Medien in der Schule“ lautete das Thema dieses Medienkompetenztages, der sich um die Herausforderungen der digitalen Welt drehte. U.a. sprach Björn Stecher, stellvertretender Geschäftsführer der Initiative D21 e.V. Berlin, über „Digitale Ethik“.

Gastredner Björn Stecher, Initiative D21, Fotos: Christian Reinhold, LMZ

Hier die vielfach nachgefragte

Präsentation von Björn Stecher

„Die analoge Eisscholle wird immer kleiner. Die Digitalisierung dringt immer stärker in unsere Lebensbereiche und verändert Werte und Normen unserer Gesellschaft. Wir müssen uns auf neue ethische Herausforderungen wie Mensch-Maschine-Interaktion, Robotik, künstliche Intelligenz und Algorithmen einstellen.”, so der Tagungsaufhänger.

 

Hans-Jürgen Rotter, Leiter des Stadtmedienzentrums Stuttgart, bei der Eröffnung

 

Genießen Sie die Fotogalerie von Christian Reinhold!

 

Links zu den Präsentationen dieses Medienkompetenztages stellen wir Ihnen hier zur Verfügung.

 

Workshops von OStR Dr. Harald Hochwald, SMZ Stuttgart:

 

1. Geführter Unterricht mit der Classroom App – Konfiguration und Einsatzszenarien

 

2. Augmented Reality und Virtual Reality

 

 

 

 

Workshop von Dr. Axel Blessing, PH Schwäbisch Gmünd:

LEGO. Informatisch-algorithmische Bildung in der Grundschule

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, informatisch-algorithmische Kompetenzen bereits in der Grundschule spielerisch zu entwickeln. Warum man das machen sollte und wie man das machen kann, wurde in diesem Workshop anhand dreier unterrichtserprobter Produkte gezeigt: Makey Makey, ScratchJr und LEGO WeDo 2.0. Die Besucher/-innen konnten alle drei Angebote ausprobieren.   

Linktipps

 

Workshop von Saskia Nakari, LMZ BW:

Big Data – Methoden für die Arbeit mit Jugendlichen

Das Thema „Big Data“ ist bislang kaum in der medienpädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen präsent: Es scheint zu komplex. Dieser praxisorientierte Workshop nahm Algorithmen und gesellschaftlichen Wandel in den Blick und zeigte auf, welche Möglichkeiten es gibt, „Big Data“ in der medienpädagogischen Praxis mit Jugendlichen aufzugreifen.

 

 

Und hier die wichtigsten Folien des Workshops von Sarah Heinisch, LMZ BW:

Zwischen Fakt und Fälschung – Methoden für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen rund um Fakenews 

Schon Kinder und Jugendliche werden mit dem gesellschaftlichen Phänomen der weit verbreiteten Falschmeldungen insbesondere auf den Sozialen Netzwerken konfrontiert und werden so in ihrer Meinungsbildung beeinflusst. In diesem Workshop wurden praxisnahe Methoden vorgestellt, um Fakenews mit Jugendlichen zu thematisieren und die Kompetenzen zu stärken, Falschmeldungen zu erkennen und zu bewerten.

 

 

Weitere Workshops waren:

 

Gamespädagogik

Der Workshop bot einen fairen Austausch sowie eine fundierte Diskussion rund um das Thema Games. Sie sind fester Bestandteil der jugendlichen Medienwelt und müssen daher auch in der Medienbildung thematisiert werden. Es gilt zu verstehen, wie vielfältig Computerspiele inzwischen geworden sind und wie sie funktionieren. Auch der richtige Umgang mit schwierigen Themen wie Gewalt in Spielen oder deren Suchtpotential will gelernt sein. Gezeigt wurden Beispiele für den pädagogischen Einsatz von Games in der Schule. Zudem gab es die Möglichkeit, unterschiedlichste Spiele bis hin zur Virtual Reality-Brille selbst auszuprobieren. Referent: Dejan Simonović, SMZ Stuttgart

 

Das Multimediacase (MMC) IV im schulischen Einsatz

Das MMC des Stuttgarter Schulverwaltungsamtes ist inzwischen in der vierten Generation erhältlich. Die verschiedenen Einsatzszenarien konnten die Teilnehmer/-innen ausprobieren. Neben technischen und inhaltlichen Grundlagen erhielten sie Tipps zu sachgerechtem Umgang, Wartung der Komponenten und Erweiterungsmöglichkeiten hinsichtlich Hard- und Software. Am SMZ kann das MMC für Schulen ausgeliehen werden. SMZ-Pädagogen begleiten beratend, erläuterte Gerhard Esser, SMZ Stuttgart

 

Moderne Trickfilmarbeit –  mit iPads – mit und ohne Trickfilmkoffer

Der Trickfilm bietet für alle Altersgruppen von der Grundschule bis zur Sekundarstufe eine tolle Möglichkeit für aktive Medienarbeit. Dank der handlichen Tablets ist die Umsetzung in der Schule so einfach und intuitiv wie bisher noch nie. Der Workshop bot die Möglichkeit, verschiedene Trickfilmtechniken praktisch auszuprobieren. Dejan Simonović, SMZ Stuttgart, gab Profitipps.

 

World of Classcraft

Was wäre, wenn der Unterricht mehr Freude machen würde?  Classcraft  kombiniert den Unterricht mit Rollenspielelementen. Das Klassenzimmer wird zu einem Schauplatz für Abenteuer, bewies Daniel Jurgeleit vom Staufer-Gymnasium Pfullendorf.  

 

Coding – „Lass den Käfer krabbeln“

Bereits Kinder in der ersten Klasse können ohne Lese- und Schreibkenntnissen einfach Programmierkenntnisse erwerben. Im Workshop wurde mit den Verleihgeräten des SMZ und der Onlineplattform code.org gearbeitet, die es kennenzulernen galt. Referent war Christian Biermann, SMZ Stuttgart.

 

Teilnehmerstimmen:

„Als interessierter Lehrer habe ich an dem Medienkompetenztag am 22.11.17 teilgenommen und möchte Ihnen zu dem Programm und den Referenten gratulieren. Die Sessions gefielen mir sehr gut, weil sie nicht nur das Thema in der Theorie sehr ansprechend beleuchteten, sondern auch Hinweise für den Unterricht gaben. Das fehlt vielen Lehrkräften: Wie setze ich das Thema im Unterricht ein? Wie kann ich es interessant meinen Schülern vermitteln? Wünschenswert ist für die Kolleginnen und Kollegen, dass solche Fortbildungen weiterhin stattfinden. Damit unsere Schüler kompetent über Medien und den Umgang mit ihnen Informiert werden.”

 

Das war der Programmablauf.

 

 

Dieser Medienkompetenztag fand im Rahmen der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg statt und wurde vom Stadtmedienzentrum Stuttgart in Kooperation mit dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg organisiert. Neue IT-Technologien, digitale Medien, neue Medienformate und immer neue Anwendungsmöglichkeiten haben unsere Gesellschaft in den letzten Jahren stark verändert und sie werden immer stärker zum integralen Bestandteil unseres alltäglichen Handelns. Neben der privaten Nutzung ist der geübte Umgang mit Medien heute auch eine zentrale Schlüsselqualifikation für den Erfolg in Beruf und Gesellschaft. Die Landesregierung setzt sich mit der Initiative „Kindermedienland Baden-Württemberg“ deshalb dafür ein, die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Land zu stärken. Mit dem „Kindermedienland Baden-Württemberg“ werden zahlreiche Projekte, Aktivitäten und Akteure im Land gebündelt, vernetzt und durch feste Unterstützungsangebote ergänzt. So wird eine breite öffentliche Aufmerksamkeit für die Themen Medienbildung und -erziehung geschaffen. Träger und Medienpartner der Initiative sind die Landesanstalt für Kommunikation (LFK), der Südwestrundfunk (SWR), das Landesmedienzentrum (LMZ), die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG), die Aktion Jugendschutz (ajs) und der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV).

 

 

11.12.2017, Ki