Englisch – Sekundarstufe I – Bildungsplan 2016

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Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über die zentralen medienbildnerischen Kompetenzen, die der Bildungsplan 2016 für das Fach Englisch in der Sekundarstufe I vorsieht.

Ausgewählte Praxisbeispiele samt Materialien für Ihren Unterricht in diesem Bereich befinden sich am Ende des Beitrags. Zahlreiche weitere Materialien, wertvolle Tipps und direkt umsetzbare Unterrichtsideen finden Sie links im Menü unter Pädagogische Praxis.

Rückblick auf die Bildungspläne 2004 und 2012 – welche Vorarbeit wurde geleistet?

Der Englischunterricht hat in Hinblick auf die Integration der Medienbildung mit dem Bildungsplan 2004 nur teilweise Vorarbeit geleistet. In den „Leitgedanken zum Kompetenzerwerb“ der Hauptschule und Werkrealschule wird die „Medienkompetenz“ bzw. „Medienerziehung“ als eigene Kompetenz nicht aufgegriffen. Grundsätzlich liefert das Fach Englisch nach den Vorgaben von 2004 jedoch einen Beitrag zur Informationstechnischen Grundbildung: Die Nutzung des Internets wird durch Englischkenntnisse mitermöglicht (BP 2012, WRS, Englisch, S. 68).


Dieser Gedanke ist in erweiterter Form auch in den „Leitgedanken zum Kompetenzerwerb“ der Realschule (2004) zu finden: „Der Einsatz von Medien und das Lernen mit Medien sind unverzichtbare Bestandteile des Fremdsprachenerwerbs, die der Wahrnehmungsförderung und -erweiterung dienen“ und wird als Bildungsgut und als Bildungsvoraussetzung verstanden (BP 2004, RS, Englisch, S. 72). Unter „Medienkompetenz und Präsentation“ werden im Bildungsplan von Werkrealschule und Realschule Internetrecherche, computergestützte Lernhilfen, das Präsentieren mit Medien und das Schreiben von E-Mails genannt.


Der Englischunterricht hat folglich die Bereiche der Medienbildung, die im Bildungsplan 2016 mit „Produktion und Präsentation“, „Kommunikation und Kooperation“, „Mediengesellschaft und -analyse“ und „Informationstechnische Grundlagen“ benannt sind, zwar bereits 2004 und 2012 teilweise im Unterricht verankert und liefert in Hinblick auf die Medienbildung die letzten Jahre einige Grundlagen. Zur spiralcurricularen Verankerung über alle Klassenstufen hinweg ist für den Englischunterricht jedoch noch einiges nachzuholen.

Medienkompetenz und Medienbildung im Englischunterricht ab 2016

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In der weiterführenden Schule wird der Medienbildung im Englischunterricht insgesamt ein wichtiger Stellenwert eingeräumt. Dementsprechend sind im Bildungsplan 2016 fast alle Felder der Medienbildung einbezogen: „Produktion und Präsentation“, „Information und Wissen“, „Kommunikation und Kooperation“ und „Mediengesellschaft und -analyse“. Lediglich die „Informationstechnischen Grundlagen“ sind nicht explizit im Fach Englisch zu finden. Außerdem ist die fremdsprachenspezifische „Text- und Medienkompetenz“ verbindlicher Teil des Englischunterrichts, die in den Klassen 5 bis 10 spiralcurricular verankert ist. Darüber hinaus verbindet das zur Leitperspektive Verbraucherbildung gehörende Feld „Medien als Einflussfaktoren“ Verbraucher- und Medienbildung im Sinne des Lernens über Medien.


In den „Leitgedanken zum Kompetenzerwerb“ wird im Bildungsplan 2016 die Medienbildung für die Sekundarstufe I im Fach Englisch vielfach thematisiert, da das Lernen von Sprachen und die Medienbildung wesentliche Meilensteine auf dem Weg zur Mündigkeit und interkulturellen Handlungsfähigkeit sind.


Zentral ausgewiesenes Ziel des Fremdsprachenunterrichts ist neben kommunikativen Kompetenzen und sprachlichen Mitteln (Wortschatz, Grammatik, Aussprache und Intonation) die oben bereits erwähnte „Text- und Medienkompetenz“. Die Fähigkeit, sich neben der reinen Rezeption mit Texten/Medien auseinanderzusetzen, diese zu strukturieren, zu analysieren, zu reflektieren und selbst zu produzieren, soll gefördert werden. Deshalb wird im Bildungsplan 2016 generell von einem „erweiterten Textbegriff“ ausgegangen. „Als Texte werden demnach alle mündlichen, schriftlichen und visuellen Produkte in ihrem jeweiligen kulturellen und medialen Kontext verstanden, die analog oder digital vermittelt werden“ (BP 2016, Sek I, Englisch, S. 5). Betont wird in den „Leitgedanken zum Kompetenzerwerb“ auch, dass regelmäßige Internetrecherchen die Schülerinnen und Schüler befähigen, „dem Internet zielgerichtet Informationen [zu] entnehmen und entsprechend der Aufgabenstellung aus[zu]werten“. Dabei lernen sie auch „Texte gegebenenfalls kritisch zu ihrem medialen Umfeld in Bezug zu setzen“ (S. 5).


Sowohl didaktisierte und authentische Texte als auch Filmsequenzen aus englischsprachigen Ländern ermöglichen es, „vielfältige Denk- und Handlungsweisen [zu] erfahren“, andere Perspektiven einzunehmen und „sich gestaltend mit Texten [zu] beschäftigen“. Außerdem ermöglichen Lehr- und Lernmittel „kommunikative Modellsituationen“, die für „authentische Begegnungssituationen (zum Beispiel E-Mail-Projekte) sensibilisieren und deren sprachliche und interkulturelle kommunikative Kompetenz erweitern“ (S. 6). Deshalb wird auch in den „Didaktischen Hinweisen“ darauf aufmerksam gemacht, „aus Gründen der Motivation und Aktualität lehrwerksunabhängige und authentische Materialien“ zu nutzen und damit einzelne Lehrwerksteile zu ersetzen.


Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass die Themen des Englischunterrichts zum „sichere[n], kritische[n] und verantwortungsvolle[n] Umgang mit Medien“ beitragen und das Fach einen entscheidenden Beitrag zur Leitperspektive Medienbildung (MB) leistet. Das Zusammenwirken von Medienbildung und Englischunterricht zeigt sich deutlich: Durch das Lernen mit und über Medien wird „die Rolle des Englischen in den Medien“ reflektiert und damit auch die kritische Auseinandersetzung mit Medien erlernt (S. 7).

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Medienbildung in den prozessbezogenen Kompetenzen

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Die prozessbezogenen Kompetenzen des Faches Englisch im Bildungsplan 2016 gliedern sich in (1) Sprachbewusstsein und (2) Sprachlernkompetenz, wobei nur letztere Kompetenz die Medienbildung beinhaltet. So sollen Medien zur Entwicklung und Erweiterung der (2) Sprachlernkompetenz „Begegnungen mit der Fremdsprache“ ermöglichen (z. B. über E-Mail-Projekte oder Austauschprogramme) und weitgehend selbständig eingesetztes Hilfsmittel sein (S. 14). Im Kontext des (1) Sprachbewusstseins werden Medien zwar im Bildungsplan 2016 nicht explizit genannt, ihr Einsatz bietet sich aber an – tragen sie doch durch authentische Beispielsituationen aus Filmausschnitten oder Hörspielen zum erfolgreichen Erwerb von soziokulturellem Wissen und sprachlicher Ausdrucksfähigkeit bei.

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Medienbildung in den inhaltsbezogenen Kompetenzen

In nahezu allen Kompetenzbereichen des Fremdsprachenlernens der Klassen 5 bis 10 der Sekundarstufe I ist die Medienbildung berücksichtigt. Dazu gehören:

  • Soziokulturelles Orientierungswissen/Themen
  • Interkulturelle kommunikative Kompetenz
  • Funktionale kommunikative Kompetenz:

           o    Hör-/Hörsehverstehen
           o    Leseverstehen
           o    Sprechen
           o    Schreiben und

  • Verfügen über sprachliche Mittel.

Zudem tritt die

  • Text- und Medienkompetenz

als eigenständiger Kompetenzbereich auf.


Damit wird im Englischunterricht sowohl dem Lernen mit Medien als auch dem Lernen über Medien eine bedeutende Rolle eingeräumt. Die Medienbildung liefert also einen zum Spracherwerb wichtigen Beitrag und findet vermehrt Einzug in den Unterricht. Auffallend am Bildungsplan 2016 ist, dass Medien auf allen drei Niveaustufen (G, M, E) thematisiert oder eingesetzt werden sollen. Entscheidend für die Differenzierung sind dabei die Arbeitsaufträge und Hilfestellungen, die vor allem schwächere Schülerinnen und Schüler zusätzlich erhalten (Niveaustufe G). Auch die Filmbildung ist wesentlicher Teil des Englischunterrichts der Sekundarstufe I.

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Zahlreiche Praxisvorschläge für das Fach Englisch in der Sekundarstufe I finden Sie in unserer Pädagogischen Praxis.

Klassen 5/6

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In den ersten beiden Jahren der Sekundarstufe I werden wichtige Grundlagen für den Erwerb der englischen Sprache und Kultur erlernt, was gleichermaßen auch für die Kompetenzen der Medienbildung gilt. Entsprechend werden in den „Standards für inhaltsbezogene Kompetenzen“ im Fach Englisch in den Klassen 5/6 sowohl das Lernen über Medien als auch das Lernen mit Medien berücksichtigt:


Die Schülerinnen und Schüler lernen „didaktisierte Hör-/Hörsehtexte zu altersgerechten Themen“ in Standardsprache zu verstehen und Hauptaussagen und Intention aus Gehörtem bzw. Gesehenem oder Medienprodukten wie E-Mails, Filmsequenzen oder Liedern zu entnehmen (S. 17). Hierbei ist es empfehlenswert, entsprechende Medien im Sinne des individualisierten Lernens zeitweise jeder Schülerin bzw. jedem Schüler zur Verfügung zu stellen, so dass jede(r) in ihrem bzw. seinem Tempo lernen kann.


Im Sinne des Leseverstehens sind Texterschließungstechniken wie das Aufschreiben von kurzen Notizen wichtige strategische Grundlagen zum weiteren Erwerb von Medien- und Fremdsprachenkompetenz. Beim Verstehen einer Ganzschrift auf Niveau A1 bzw. A2 (Niveaustufe G1: A1; M1 und E1: A2) können neben Büchern auch Filme eingesetzt und besprochen werden.


Die medienbildnerische Kompetenz „Produktion und Präsentation“ spielt in den Klassen 5/6 beim zusammenhängenden monologischen Sprechen eine wichtige Rolle: Die Schülerinnen und Schüler erwerben beim Präsentieren mit Poster, Realien und passenden Medien Grundlagen für weitere Vorträge, Referate und andere Sprechanlässe.


Beim Verfassen einfacher persönlicher Korrespondenzen wie E-Mails oder einfacher Textnachrichten wird das „Schreiben“ mit dem Lernen über Medien verbunden. Chatgespräche stellen beispielsweise eine authentische Situation dar, die ermutigt, die eigene Meinung, Zustimmung oder Ablehnung zu äußern (S. 23).


Auch beim Erwerb von Strategien und Methoden zum Fremdsprachenlernen sind digitale Medien wichtige Hilfsmittel, die schon in den Klassen 5/6 zum Einsatz kommen: Zur Erschließung von Wortschatz, Grammatik sowie Aussprache und Intonation können beispielsweise Lernprogramme wie Phase 6 zum Vokabeltraining eingesetzt werden. Auch Online-Übungen (zum Beispiel des Landesbildungsservers oder Tools wie Hotpotatoes zum Erstellen von Lückentexten oder Kreuzworträtseln) können sinnvolle Hilfsmittel beim Erwerb der funktionalen kommunikativen Fähigkeiten sein. Online-Übungen und Lernprogramme können (unter Berücksichtigung von Datenschutzaspekten bei der Anmeldung) den Spaß am Lernen vergrößern und sich motivierend auf die Lernenden auswirken. Jedoch sollte durch deren Einsatz das manuelle Schreiben keinesfalls vernachlässigt werden.

 

Der Kompetenzbereich „Text- und Medienkompetenz“ vervollständigt schließlich die wichtigsten medienbildnerischen Fähigkeiten beim Englischlernen der Klassen 5/6. Die Schülerinnen und Schüler lernen „vorgegebenen Quellen mithilfe gezielter Aufgaben [...] Informationen zu entnehmen“ und die Merkmale von Textsorten oder Medienprodukten zu benennen und diese bei der eigenen Text- und Medienproduktion anzuwenden (S. 33).

 

Empfehlenswert ist es, die Möglichkeiten des (digitalen) Medieneinsatzes auf allen Niveaustufen zu nutzen, da sich die Nähe zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler motivierend auswirkt und die Medien viele Sprech- und Schreibanlässe bieten. Eine entsprechende Vorentlastung bzgl. Vokabular und die Einübung passender Strukturen ist insbesondere bei schwächeren Schülerinnen und Schülern wichtig. Auch der Einsatz von digitalen Hilfsmitteln kann nicht nur zur Förderung stärkerer Schülerinnen und Schüler beitragen (Niveaustufe E1), sondern auch Lernenden auf der Niveaustufe G1 Möglichkeiten bieten, passend zum eigenen Lerntyp voranzukommen, beispielsweise beim Vokabellernen.

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Klassen 7/8/9

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Im Zusammenhang des Lernens über Medien werden in den Klassen 7/8/9 im Bereich soziokulturelles Orientierungswissen/Themen neben Sozialen Netzwerken auch Vorbilder, die sogenannten „role models − (auch) als Medienkonstrukte“ behandelt. Außerdem sollen die Schülerinnen und Schüler sich zu Themen aus der Lebenswelt Jugendlicher verschiedener Kulturen äußern und austauschen, wobei Medien ebenfalls thematisiert werden können. Auch das Thema „Konsumverhalten“ bietet Anknüpfungspunkte, um den Bereichen „Mediengesellschaft“, „Kommunikation und Kooperation“ und dem „Jugendmedienschutz“ in der Fremdsprache zu begegnen. Zur Differenzierung wird dabei auf der Niveaustufe G2 auf geübte Sprachmuster zurückgegriffen.

 

Wie bereits in den Klassen 5/6 spielt das „Hör- und Hörsehverstehen“ auch in 7/8/9 weiterhin eine wichtige Rolle beim Erwerb sprachlicher und kultureller Fähigkeiten: Die Schülerinnen und Schüler können aus Interviews, Filmausschnitten und Präsentationen (M2/E2: auch Audioguides) „Hauptaussagen und gegebenenfalls die Intention von Gehörtem/Gesehenem entnehmen“ (S. 36). Auf Niveaustufe G2 erhalten die Schülerinnen und Schüler dazu gezielte Aufgaben, auf M2/E2 wird nur angeleitet und insgesamt selbstständiger gelernt. Neben Jugendliteratur und Lexikonartikeln werden auch Filmempfehlungen und Blogs zum Training des Leseverstehens herangezogen, um Sinnzusammenhänge zwischen Textteilen (G2) mit entsprechenden Aufgaben angeleitet zu erschließen. Als Ganzschrift auf Niveau A2+ bzw. B1 können auch altersgerechte Filme besprochen werden oder zusätzlich zur Printausgabe eines Werkes eingesetzt werden. Das Üben von Texterschließungstechniken wie das Machen von Notizen oder das Finden von zusammenhängenden Überschriften wird auch in Klasse 7/8/9 geübt.


Im Sinne der medienbildnerischen Kompetenz „Produktion und Präsentation“ ist auch das Sprechen und medial unterstützte Präsentieren auf jeder Niveaustufe zu finden.


„Berufsbezogene Korrespondenzen“ werden beim Schreiben von E-Mails, Lebenslauf und Bewerbung geübt. Damit werden Schülerinnen und Schüler frühzeitig auf den Einstieg in die Berufswelt vorbereitet, in der digitale Medien eine wichtige Rolle spielen.
Zu den fachspezifischen Kompetenzbereichen des „Schreibens“ und der „Text- und Medienkompetenz“ gehören außerdem die Fähigkeiten, zu einem Blog oder einer Buch- und Filmempfehlung „die eigene Meinung schlüssig dar[zu]legen“ und Geschichten, Gedichte und Szenen selbst in Form einer Filmszene oder einer „survival story" zu verfassen (S. 43 f.).


Digitale Medien, wie online dictionaries und Apps, dienen außerdem der Erschließung von neuem Wortschatz, dem Nachschlagen von Grammatik und der Korrektur und Verbesserung der Aussprache und Intonation. Sie sind bedeutende Hilfsmitteln und erweitern die Methoden und Strategien im Umgang mit der Fremdsprache, insbesondere auch beim selbstständigen Verfassen und Überarbeiten eigener Texte.


Auch die Medienanalyse ist Teil des modernen Fremdsprachenunterrichts. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler „gehörte und gesehene Informationen [wie sound effects, props, setting] im Zusammenhang [zu] verstehen“ (S. 54) und die Wirkweise von Texten und Medienprodukten wie Musik und Liedtexten bzw. klassischem Tagebuch oder Blog „in Abhängigkeit von ihrem jeweiligen Medium [zu] verstehen und kommentieren“. Hier zeigt sich auch der Zusammenhang zwischen Verbraucher- und Medienbildung.


Die Lernenden sollen außerdem befähigt werden „gängige Textsorten [wie Sachtexte und fiktionale Texte] und deren Merkmale weitgehend selbstständig [zu] identifizieren und diese bei der eigenen Textproduktion an[zu]wenden“(S. 54). „Gegebenenfalls selbstständig gewählten Quellen Informationen zu entnehmen und aufgabengerecht [zu] nutzen“ ist eine weitere Fähigkeit, die im Englischunterricht der Mittelstufe erlernt und vertieft wird. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler „die Zuverlässigkeit der Quellen weitgehend selbstständig bewerten“ und die Urheberrechte beachten (S. 55). Empfehlenswert ist es, Anforderungen und Vorgehensweisen dazu jahrgangsstufen- und fächerübergreifend abzusprechen und einheitliche Standards zu schaffen, gerade auch in Hinblick auf die gleichwertigen Feststellungen von Schülerleistungen (GFS) oder Abschlussprüfungen.

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Klasse 10

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In Klasse 10 gewinnt die Medienanalyse weiterhin an Bedeutung, da sie essentielle Fähigkeit ist, um sowohl sprachliche als auch kulturelle Phänomene deuten und selbst anwenden zu können. Auch die eigene Text- und Medienproduktion und die dazugehörige sprachliche Überarbeitung stehen zunehmend im Fokus des Englischunterrichts der Sekundarstufe I in Klasse 10. Lese-, Schreib- und Sprechanlässe, die in engem Zusammenhang mit der Medienbildung („Mediengesellschaft“, „Medien als Einflussfaktoren“) stehen, sind „aktuelle Themen und Ereignisse“, peer pressure und „die Beziehung des Individuums zu seinem Lebensraum – Umgang mit Ressourcen“.

Im Sinne des Hör- und Hörsehverstehens werden Hauptaussagen, Intentionen und „implizite Detailinformationen“ von beispielsweise podcasts oder Filmen entnommen und im Gesamtzusammenhang verstanden (S. 58). Beim Lesen können die Lernenden „gehörte und gesehene Informationen weitgehend selbstständig aufeinander beziehen und in ihrem Zusammenspiel und ihrer Wirkung verstehen“. Dazu werden beispielsweise sound effects, camera techniques und setting in Spielfilmen, Werbung und Präsentationen untersucht (S. 74). Darüber hinaus wird auch eine weitere in den Klassen 7/8/9 bereits erworbene Kompetenz vertieft und spiralcurricular wieder aufgegriffen: Beim Analysieren und Kommentieren der Wirkweise von Texten, die in Abhängigkeit von ihrem jeweiligen Medium verstanden werden, wird auch die Verbraucherbildung unter dem Stichwort „Medien als Einflussfaktoren“ reflektiert.


Auch im medienbildnerischen Bereich der „Produktion und Präsentation“ zeigt sich der Zusammenhang zwischen Verbraucherbildung und dem Lernen über Medien: Können Texte/Filme/sonstige Medienprodukte identifiziert werden hinsichtlich ihrer Intention (informierend, kommentierend, appellativ oder fiktional), so können deren Merkmale in einem nächsten Schritt für eigene Text- und Medienprodukte genutzt werden.


Urheberrechte werden im Zusammenhang mit dem Kompetenzbereich „Wissen und Information“ wiederholt und bei der Recherche entsprechend beachtet. Beim aufgabengerechten Nutzen von Informationen aus dem Internet und anderen englischsprachigen Quellen wird darüber hinaus auch die Zuverlässigkeit der Quellen weitgehend selbstständig von den Lernenden bewertet.

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Ausgewählte Praxisbeispiele

Landesbildungsserver: EGO – English Grammar Online

Englisch, Klasse: 5–10, Sek I/Gym: Interaktive Übungen zu irregular verbs, verbs and tenses, modal auxiliaries und vielen weiteren Grammatikthemen finden sich bei „EGO - English Grammar Online“.weiterlesen

Filmbildung im Englischunterricht: Augen für alles (Private Eyes)

Englisch, Klasse 5–6, Sek I/Gym: Der schön gemachte Animationsfilm über den blinden Mathieu führt Sehende durch den Alltag eines Blinden. Der Film eignet sich zur Vertiefung von Landeskunde und Grammatik. Leihmöglichkeit: DVD-Video (Nr. 4670151) in der LMZ-Medienrecherche. weiterlesen

Weitere Anregungen für die pädagogische Praxis